St. Gallen
Den Namen und die Entstehung verdankt die Stadt St. Gallen dem irischen Wandermönch Gallus, der um das Jahr 612 vom Bodensee her ins Hochtal der Steinach kam. Im 8. Jahrhundert entstand um seine Zelle ein Kloster und später die Stadt. Das alte Klostergebäude hat die Zeit nicht überstanden.
St. Gallen hat eine grosse Vergangenheit, der Sie immer wieder begegnen, wenn Sie durch die Altstadt St. Gallens bummeln: Sie kommen an zauberhaften Gassen und wunderschönen Plätzen vorbei, wo man gerne verweilt. Einst schmückten die Kaufleute der Stadt mit den oft reich verzierten Ausbauten die Fassaden ihrer Wohnhäuser. Diese weltberühmten Erker sind heute noch erhalten und schmücken die Häuser der Altstadt.
Die Stadt bietet auch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten: Sei es die barocke Kathedrale; der Stiftsbezirk, der im Jahre 1983 von der UNESCO zum schützenswerten Weltkulturerbe erklärt wurde; die Stiftsbibliothek, deren Raum entstand 1758/67 und gilt als der schönste profane Rokoko Saal der Schweiz; das Waaghaus, das vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert den Kaufleuten als Lagerhaus und zum wägen ihrer Güter diente. Heute befindet sich im Obergeschoss der Sitzungssaal des Grossen Rates (städtische Legislative) und ein grosser Saal für Ausstellungen und Konzerte; der Wildpark Peter und Paul, in dem viele Alpensteinböcke, Gämse, Edel-, Damhirsche leben; viele Museen, in denen es für jeden etwas zu sehen gibt und noch vieles mehr.
Heute ist St. Gallen sehr modern, weltoffen und auf gutem Wege die Bankenmetropole der Ostschweiz zu werden. Etwa 71'000 Menschen leben in der Kantonshauptstadt.